Heimatliebe

…ich bin schon wieder viel zu spät dran, ich weiß 🙁 aber es liegt genau daran, dass ich das letzte Wochenende in der Heimat verbracht habe. Heimatliebe ..was ist das? wo kommt es her? und wo will es hin? Kennt man das nur wenn man die Heimat verlässt und weiß was fehlt oder verspürt man das auch wenn man der Heimat nie untreu geworden ist? Funktioniert das nur nach dem aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Prinzip oder wisst ihr genau was eure Heimat ausmacht und was genau ihr daran liebt was es woanders einfach so nicht gibt?

Ich für meinen Teil bin wohl den klassischen Weg gegangen.. weg aus der Heimat und bähm – fällt es wie Schuppen von den Augen. Glaubte man doch noch, ein Land, irgendwie derselbe Standard, was soll man groß vermissen – von den Lieben mal abgesehen die man ganz klar weniger oft sieht. Und doch hat jedes Fleckchen in Deutschland so seine Eigenheiten, Besonderheiten und auch Liebenswürdigkeiten – keine Frage. Und schon kommen wir zum großen ABER – denn es fehlt immer irgendwas was wir genau dort wo wir aufgewachsen sind für selbstverständlich gehalten haben und vermissen, weil es das anderswo eben nicht ist.

Und nein, ich meine nicht den typischen Ossi-Dialekt, oder den Humor und die Art der Leute, ich freue mich bei jedem Heimatbesuch auf etwas ganz banales..HACKEPETER oder auch Mett… welches Buffet im Osten der Republik geht ohne den obligatorischen Hackigel? Und auch auf Firmenfeiern war er fester Bestandteil und hier sucht man ihn vergeblich, selbst beim Fleischer im Supermarkt. So ist es für mich Tradition geworden, jeden Heimatbesuch mit einer Packung Hackepeter zu zelebrieren, dazu eine frische Scheibe Brot oder Brötchen und man tut mir den größten Gefallen.

So ist auch mein auf den ersten Blick absolut unscheinbares Foto zum Thema der Woche entstanden. Eine leckere Scheibe frisches Brot mit Knusperrand in Symbiose mit sehnsüchtig vermisstem und verschwenderisch aufgetragenem Hackepeter und tränenreich, selbstgeschälten frischen Zwiebeln.

Nicht schön aber selten, dafür umso schmackhafter :D

Categories: Allgemein | 4 Comments

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4 thoughts on “Heimatliebe

  1. Schöne Umsetzung. Schön wenn man ein Ritual hat, dass man macht, wenn man in die Heimat kommt.

  2. Hahahaha, herrlich.
    Dann lass ich dir doch direkt mal liebe Grüße aus’m Hackepeterland rüberwachsen 😀 Wußte gar nicht, dass wir damit so allein sind hier. Bei Leinöl oder Toter Oma z. B. ist man’s ja schon gewöhnt, aber Hackepeter?! Die wissen ja gar nicht, was die verpassen.

  3. „Und aus Hackepeter wird K**ke später“ – jetzt hab ich wieder einen Ohrwurm >_<

    Ist der in Deutschland nicht so weit verbreitet? Mett kriegt man bei uns im Norden auch überall o_o

    • Ja das dachte ich auch, in den ganz großen wie Kaufland, Marktkauf gibt es das auch, aber alles kleinere schaut dich an der Fleischtheke verwundert an, wenn du fragst.. oder schaut dich an als würdst auch kleine Kinder essen 😉

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