Die Feindschaft mit dem inneren Schweinehund

Auch auf die Gefahr hin einen ganz ganz wunden Punkt zu treffen, aber wer kennt es nicht meine Damen und Herren? Gerade zum Jahresbeginn denken wir doch alle hier und da über einen Vorsatz nach. Die einen schnell verworfen wegen mangelnder Motivation, die anderen schlummern hier und da im Hinterstübchen und finden doch keinen Weg in die Umsetzung. Und sei es nur, dass ich meinen Blog mal nicht nur für das P52-Thema von Sari nutze, habe ich mir doch vorgenommen euch nicht nur an meinen Fotografie-Anfänger-Versuchen teilhaben zu lassen, begehe ich das neue Jahr eben mal mit einem ganz persönlichen Thema was dennoch so unpersönlich ist, da es uns doch vermutlich alle betrifft.

Die Rede ist von Gerümpel, Ramschecken, Schnickschnack, zugemüllten Schubfächern, Dachböden oder Kellern. Außen hui, innen pfui – auch wenn es keiner zugeben mag. Da wären die berühmten Kabel/Techniksammlungen die wir ohnehin nie wieder nutzen werden, ungenutzte Sportgeräte, Kosmetiksammlungen im Bad mit derer wir die nächsten 2 Jahre keine Drogerie mehr betreten müssten, Post- und Werbekram den wir „zum später lesen“ irgendwo sammeln, weil wir es irgendwann einmal für interessant und lesenswert befunden haben, Erinnerungen aus den letzten Urlauben die der Staubanziehung wegen doch ihren besseren Platz im Schrank gefunden haben etc… ich glaube ihr wisst worauf ich hinaus will. Ich habe einmal im Schnäppchenwahn im Buchladen das Buch „Entrümpeln mit dem inneren Schweinehund“ in die Finger bekommen, mitgenommen und für gut befunden. Zwar auch so ein Teil was man als Ramschteil bezeichnen könnte, aber genau das ist es in diesem besonderen Fall eben nicht.

Wer ist schuld?

Natürlich alle anderen, ganz klarer Fall. Die Industrie, die uns mit Billigwaren zum Kauf verlockt, der Sammeltrieb, das „Haben-Will-Syndrom“ und ich weiß ihr habt noch ganz viele Argumente mehr. Wir leben in einer Überflussgesellschaft und haben doch die rudimentären Eigenschaften des „was ich hab hab ich“, „kann ich bestimmt nochmal gebrauchen“, „zum wegschmeissen zu schade“ etc. so tief verinnerlicht, dass es uns nur allzu schwer fällt uns von einmal hart errungenen Gegenständen zu trennen, verbinden wir doch alles gleich persönlich mit dem Kauferlebnis, dem Besitzerstolz oder was auch immer.

Was tun?

Bewusstsein schaffen und die Selbsterkenntnis, wo und wie sich eure Sammelleidenschaft äußert. Wie viele Schuhe habt ihr noch nie getragen? Oder Kleidungsstücke die sich trotzdem eines kuschlig-warmen Plätzchens im Schrank sicher sind? Wie viele Duschbäder die ihr für doof befunden habt stehen da in euren Schränken?

Mir hilft hier immer, alles raus, Schränke auswischen und dann gibts die fiese Frage, wer darf wieder rein.. der Rest muss anderweitig Unterschlupf finden, aber nicht bei mir..

Wo dann?

1. Verkaufen

Ihr glaubt nicht dass ihr es los werdet bei Kleinanzeigen & Co? Lasst euch eines besseren belehren, da draussen gibt es mit Sicherheit immer jemanden der eine noch größere Sammelleidenschaft hat als ihr, versucht es einfach.. ich bin bis jetzt noch fast alles losgeworden.

2. Verschenken

Freundeskreis, Familie, Bekannte.. es gibt soviele denen ihr noch eine Freude machen könnt, wenn ihr sie denn nur einmal fragt, ob sie xy gebrauchen könnten.

3. Selber nutzen

Ein Duschbad was nicht eurem Geruchsgeschmack entspricht? Füllt es um in Handseifenspender, dafür taugt auch ein ungeliebtes Duschbad gut. Kerzen die ihr der Optik wegen im Schrank versteckt? Warum? Zündet sie an und macht euch einen gemütlichen Abend.

4. Entsorgen

Tut im ersten Moment weh, aber ihr kennt es – aus den Augen aus dem Sinn – das ist wie mit dem zugerammschten Keller. Einmal verschlossen, zieht euch auch kaum noch etwas dahin. Was weg ist ist weg, wenn sich wirklich keine Verwendung findet, hilft manchmal eben nur die letzte Ruhestätte.

Wozu das Ganze?

Nichts befreit so sehr wie entrümpeln.. Wenn ihr es denn erst einmal geschafft habt, in den ordentlich ausgemisteten und übersichtlichen Schrank schaut, wisst ihr wofür ihr das getan habt. Das befreite Gefühl, Ballast losgeworden zu sein, entschädigt als wären es grad 5 Kg weniger auf der Waage. Ich habe das Jahr mit meinem Badezimmer und meiner Kosmetikansammlung begonnen und kann euch nur empfehlen eure Ramsch- und Sammlerecken anzugehen. Stück für Stück, Zimmer für Zimmer. Lasst euch dabei Zeit und geniesst die Zwischenziele. Und sei es nur dass ihr mal wieder mit eurer heimischen Ablage beginnt, sei es nur im E-Maileingang, ihr werdet schnell merken was ich meine.

In diesem Sinne, wünsche ich euch frohes Entrümpeln und wer noch Tipps und Ratschläge parat hat, so sind diese gerne in den Kommentaren gesehen.

 

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