Monthly Archives: Februar 2015

In Vergessenheit geraten

Nein das Thema ansich ist nicht in Vergessenheit geraten, es wurde bewusst rausgeschoben wie die Objekte dessen, die uns in Vergessenheit geraten sind. Aber wie ich gesehen habe erging es mir bei dem Thema nicht allein so, auch andere haben das Thema diesen Monat scheinbar bewusst bisher unberührt gelassen.

Fragt sich nur woran das wohl liegt.. Klar vielleicht war nicht die Zeit den „Dachboden“ nach Vergessenem zu durchstöbern, aber oft ist der Weg dahin gar nicht so weit wie wir vermeintlich glauben. Oft liegen die bewusst oder unbewusst vergessenen Dinge ganz nah griffbereit, aber wir verdrängen sie, sei es weil es Ecken voller vergessener Dinge gibt in unserem Sammelsurium, die wir gekonnt ignorieren, weil der böse innere Schweinehund uns dran hindert es anzugehen, dass wir ganz bewusst Abstand von der Suche nehmen oder das wir einfach selbst nicht dran denken dass das Objekt doch so nah liegt.. Oder aber auch seelische Baustellen, wo wir uns eher still und heimlich denken: „Das Gras wird gebeten über die Sache zu wachsen – das Gras bitte!“

Meine Suche war aber gar nicht mal so tiefgründig wie vermutet, meine Suche zum Thema endete mit einer simplen Geburstagskarte an eine gute Freundin, in der ich Wünsche und Anregungen kund tat, die ich selber so gar nicht oder nur halbherzig bisher berücksichtige.

Ja ich oute mich – ich bin ein Werbekartensammler. Ich habe über die Jahre viele Karten aus Kino, Clubs usw. angesammelt die für mich wahre Sprüche enthalten haben, dass ich sie alle samt in einem Schuhkarton gesammelt habe. Auf diesen Karton gestoßen und in Verbindung mit den Glückwünschen für die Freundin fiel es mir wie Schuppen von den Augen.. mitsamt der Karte dazu.

Wann habt ihr denn zuletzt mal nur an Euch gedacht, mal nur was für euch getan? Man ist im Alltag so unter Spannung, da ist der Chef, das Ziel für die Woche, die Familie, die Freunde, die Geburtstage, den Einkaufszettel fürs Wochenende, der Haushalt, man denkt ja an alles, aber wann kommt man denn selbst? Ganz ganz weit hinten in vielen Fällen… so geht es mir zumindest allzu oft ganz unbewusst.

Ich habe mir die Woche aufgrund der Erkenntnis mal besonders viel Zeit für mich gegönnt, sei es um mal wieder 1-2 mal Joggen zu gehen was schon so lange ungetan in der To-Do-Liste schlummerte, zu baden statt nur schnell zu duschen, da mal eine Gesichtsmaske oder einfach mal den Haushalt Haushalt sein zu lassen und statt abendlichem Bügeln mit dem Buch ins Bett zu kriechen oder mal in der Früh die Kamera zu schnappen und den Sonnenaufgang in den Weinbergen zu geniessen. Klar sind wir selber schuld, aber oft vergessen wir uns selbst und unsere Bedürfnisse einfach im Alltag, weil wir denken noch x und y erledigen zu müssen, bevor wir todmüde ins Bett fallen. ABER – es rennt nichts weg, verschobene Aufgaben verschwinden nicht nur weil wir die Prioritäten mal verschieben und uns auf uns konzentrieren, das ist gut wie schlecht, es erledigt sich nichts von selbst, aber es rennt uns doch auch nichts weg wenn wir es mal rausschieben. Wie heißt es in einem Curse Text so schön – „Die Ausreden müssen uns nicht finden, die finden uns“. In diesem Sinne mein Foto zum Wochenthema: Seid mal wieder egoistisch und denkt an Euch bevor ihr an andere denkt:

(Das Foto wirkt wahrlich unspektakulär. Aber ihr glaubt gar nicht wie schwierig es ist eine spiegelnde Karte zu fotografieren, die jeden Hintergrund, jede fotografierende Person die sich hinter der Kamera zu verstecken versucht, drauf erscheinen lässt :p)

ICH1

 

 

 

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Technik

Neue Woche – neues ungeliebtes Thema. Technik – mal ganz ehrlich, wer hat nicht mit Technik eine Hass-Liebe?! Für mich leider ein klarer Fall – klar mag ich Technik, da haben wir doch Handy, iPad, Laptop, Kamera, Glätteisen, rotierende Fönbürste, iPod, Netbook, Ebookreader, Blue-Ray-Player sogar beheizbaren Wimpernformer fürs tägliche Makeup, Heizstein für die Mitbewohner etc. die uns das Leben erleichtern, wir lassen uns da doch auch nichts entgehen, und doch drücken wir wie wild auf der Fernbedienung rum, wenn deren Batterien so langsam aber sicher ihren Geist aufgeben. Technik ist für mich Fluch und Segen zugleich.. Klar möchte ich ungern per Hand abwaschen, Wäsche auf dem Waschbrett waschen, die Kohle in das Bügeleisen schieben etc. und doch tut uns all die Technik nichts, solange wir nicht selbst unsere ganz eigenen Prioritäten und To-Do-Listen für deren Nutzung hätten und sie effizient einzusetzen wissen. Denn von alleine wäscht auch die Maschine nicht, hängt die Wäsche nicht auf, noch bügelt sie.. auch wenn unsere Großeltern um diese Erleichterung schon vieles gegeben hätten.

Mein Wochenfoto zeigt eine unserer typischen „Technikkisten“, die vermeintlich alles und nichts enthält, was wir so brauchen wenn mal wieder ein Teil nicht funktioniert. Das verdeutlicht leider genau das Problem. Was man braucht ist eh nicht am Start, aber wir haben allen möglichen Schnickschnack vermeintlich griffbereit, aber im Ernstfall müssen wir doch wieder neu zukaufen weil es nicht passt, wir es nicht finden oder oder oder…

Technik

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Outtake: Samstagsspaziergang

Ja ich gebe zu, ich habe diese Rubrik bisher sehr stiefmütterlich behandelt, nicht weil es nicht genug Outtakes gab, aber selten sind ja besonders schöne dabei, bei denen man sich schwer tut die Löschen-Taste zu drücken.

Aber heute war es mal wieder soweit.. Auf der Suche nach meinem Fotoobjekt für das P52-Projekt wurde mein eigentlich geplanter kleiner Ausflug zu einem 2 1/2 stündigen Spaziergang durch die Weinberge. Da bleibt man hier hängen oder dort, beobachtet hier ein Eichhörnchen oder da ein paar Krähen beim Nüsse knacken oder geniesst einfach nur mal die Aussicht und bei so schönem Wetter wie dem heutigen, geniesst man das Ganze ohne Blick auf die Zeit.

Wo wir da gerade schon bei meinem Maskottchen – der Krähe – waren… Die haben es mir ja wirklich angetan, man könnte stundenlang zuschauen wie sie von auch immer woher ihre Nüsse auf Straßen und Gehwege im Flug fallen lassen, um sich dann über den Inhalt herzumachen. An der Straße schmeissen sie die Dinger so gezielt, dass sie auch 2-3 Autos abwarten bis endlich eins drüber gerollt und die Schale wohl geknackt ist, bis sie sich ans einsammeln machen. Aus sicherer Entfernung wird das ganze beobachtet und zum richtigen Zeitpunkt die Beute wieder aufgelesen.

Genau so ein Exemplar habe ich heute in den Weinbergen beobachtet. Erst die Nuss auf den Gehweg fallen lassen, und dann drüber hergemacht. Ich möchte ungern spekulieren, aber Weinberge sind nunmal sehr abschüssig, sie hat sie genau so fallen lassen, dass sie nicht den Weg herunterrollte. Zufall oder Berechnung? Jedenfalls hier mein Outtake der besagten Krähe, im Flug erwischt mit Nuss, leider unscharf, aber zu schade für den digitalen Papierkorb.

Outtake

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Schlüsselloch

Da hatte ich doch glatt ein Déjà-vu, hab ich doch ein solches Objekt schon in einem anderen Wochenthema auserwählt galt es nun also ein neues derartiges Fotoopfer zu finden. Da wir heute einen herrlich sonnigen Samstagnachmittag hatten, habe ich mich auf einen kleinen Spaziergang begegeben, quer durch die Kleingartenanlagen inmitten der Weinberge.

Hier also mein Wochenfoto zum Thema Schlüsselloch:

Schlüsselloch

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Rund

Wenn das nicht MEIN Wochenthema sein soll, weiß ich auch nicht… wenn Ihr das Foto seht versteht Ihr schon was ich meine, ich möchte auch gar nicht viele Worte dazu verlieren und bitte inständig von jeglichen Beileidsbekundungen Abstand zu nehmen. 😉 Mein Fotoobjekt, und viele seiner in diversen Größen und Farben vertretenden Artgenossen, haben sich heimlich, still und leise in der gesamten Wohnung breit gemacht. Da verkannten sie sich fröhlich hartnäckig in Teppichen, lassen sich an Socken als blinde Passagiere umher tragen oder verstecken sich in Ritzen und unter Möbeln seit Ihrer Flucht aus dem Geschenkekarton. Der Absender wollte wohl sichergehen, dass ich anlässlich MEINES runden Themas drauf aufmerksam gemacht werden sollte, welche Stunde ab diesem Tage geschlagen hat und das möglichst nicht nur an diesem Tage sondern aus Angst vor Verdrängung auch in den da kommenden, wie zum Beispiel dem heutigen. Aber ebenso wie die neuen Mitbewohner nehme ich das Ereignis mit Humor. 🙂

In diesem Sinne, mein Wochenfoto:

rund

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