Daily Archives: 17. Januar 2015

Ausrangiert..

Mein Titel mag kontrovers klingen, habe ich doch erst vergangene Woche einen Beitrag zum Thema Entrümpeln gestartet. Auf meinem heutigen Spaziergang durch den eigenen Stadtteil bin ich zufällig an einem „Sammelplatz“ vorbeigekommen. Nein – kein Sammelplatz für Feueralarm oder ähnliches. Wir haben Januar – da werden traditionell vor allem Weihnachtsbäume entsorgt und nein, nicht wie in der Ikea-Werbung über den Balkon oder das Fenster sondern wie es sich gehört, über die bereitgestellten Sammelplätze.

Was eigentlich eine gute Sache ist, verbreitet doch ein wenig Wehmut, zumindest in mir wo ich doch bisher wenn überhaupt die Kunsttanne aus dem Keller holte wenn Weihnachten vor der Tür stand und ich die Weihnachtsfeiertage nicht eh bei der Familie in der Ferne verbracht habe. Wehmut? – Warum? Nein klar, Weihnachten ist vorbei, meine Deko lange im Keller verbannt und überhaupt ist es doch lange lange an der Zeit das Tannengrün aus dem Wohnzimmer zu verbannen. Aber da liegen sie, gestapelt, teils noch mit Deko die wissentlich oder unwissentlich mitentsorgt wurde, teils Exemplare ohne jägliche Äste, was nicht nur erbärmlich aussieht sondern auch große Fragezeichen hervorruft. Ein irgendwie trauriges Bild, haben Sie doch noch am Weihnachtsabend rudelweise Geschenke unter sich sicher beherbergt und nun liegen sie da lieblos gestapelt für die Entsorgung mit noch so persönlichen Mitbringseln.

 

 

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Persönlich

Eigentlich so gar nicht mein Thema, bemühe ich mich doch Persönliches strikt außen vor zu halten, seien es soziale Netzwerke die mit persönlichen Fotos und achso wichtigen Statusberichten gefüttert werden etc. oder mich selbst in allen Facetten auf dem eigenen Blog zu präsentieren. Klar so ein Blog ist alles andere als unpersönlich, aber gerade durch Fotografie kann man Persönlichkeit – so finde ich – so sehr viel besser ausdrücken als durch belanglose, nahezu langweilige Fakten. Einer der vielen Gründe, warum mich gerade das P52-Projekt zu einem eigenen Blog bewegt hat. Gerade dann, wenn man nicht zu denen gehört die selbstdarstellerisch über sich selbst und allen Details ihres Lebens berichten wollen, bietet zumindest mir die Fotografie einen Rahmen, der so persönlich sein kann wie all die vielen nackten Tatsachen..

Fotoprojekte haben eben zwar sehr viel persönliches, aber doch genug Abstand als dass man gestrost seine Emotionen dazu preisgeben kann, ohne sich selbst und alles Drumherum dabei in den Mittelpunkt stellen zu müssen. Geben uns doch Fotos anderer Personen soviel Einblicke in die Persönlichkeit, ohne diese jedoch zu kennen oder immer zu verstehen, dass die Faszination und Fantasie die Neugier über Persönliches überwiegt, weil man sie doch stets selber in aller Schönheit und Eigenart interpretiert.

Das Internet vergisst eben nicht und da will man doch sein Gesicht nicht zu jedem noch so belanglosen Thema im Mittelpunkt. Mein Wochenfoto vermittelt für MICH genau diese Einstellung. Hinter jedem Blog, steckt immernoch eine Person, die man eigentlich nicht kennt und doch geniesst man die freigegebenen Einblicke, die diese ganz bewusst gewährt und wo wir uns selbst vielleicht das ein oder andere mal wiederfinden, sogar Verbundenheit fühlen können obwohl wir Person XY dahinter überhaupt nicht kennen. Und das macht für mich das Stöbern auf anderen Blogs aus. Ich will gar nicht wissen was die Person frühstückt, wie sie aussieht, was sie arbeitet und was sie genau in dieser Sekunde tut und denkt. Ich möchte mich selber in dem ein oder anderen Blogbeitrag wiederfinden, reflektieren, wissen wie andere über das selbe Thema denken oder einfach nur wie sie ein vorgegebenes Fotoprojekt-Thema umsetzen, dass man trotz desselben Titels so ganz anders interpretiert hat.

In diesem Sinne mein Wochenfoto zum Thema „Persönlich“:

 

 

 

Categories: Allgemein, P52-15 | 7 Comments

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