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Sinnesrausch

… Augen, Nase, Ohren, Zunge und Haut.. die Welt bietet tagtäglich soviele Sinneseindrücke davon in jeder Lebenslage, und doch bleiben uns nur so wenige davon wirklich im Gedächtnis. Klar die Lieblingsgerichte der Heimat bei der Oma, die vertrauten Gerüche von Zuhause, und die Gefühle die man damit verbindet wenn bei den Eltern alljährlich der Tannenbaum aufgestellt wird, obwohl man nicht mehr wie früher zur Einkehr des Weihnachtsmannes in sein Zimmer geschickt wird. Es gibt sovieles was in uns einen Sinnesrausch verursachen kann, egal ob bewusst oder unbewusst.

Aber es gibt für jeden von uns eines oder mehrere Sinnesorgane, die besonders empfänglich für DEN, unsrigen und einzigen wirklichen Sinnesrausch sind. Bei mir ist es wohl der Geschmacks- und Gehörsinn. Ich liebe altbekanntes, vertrautes Essen, und sei es nur der Döner vom Lieblingsimbiss in der Heimat, der Geschmack von Omas selbstgemachter Hollondaise-Sauce, deren Rezept ich zwar kenne es aber trotzdem nicht an das Original herankommt, oder das Mett auf frischem Brot oder Brötchen. Oder aber einfach Musik, wo man den ein oder anderen Titel mit einem Gänsehauterlebnis verbindet. Und gerade meine Ohren, sind wohl am empfänglichsten und auslösendsten für den meinigen Sinnesrausch.

Ich liebe Musik, in allen Formen, in allen „Farben“, egal ob Rock, Pop, Elektronisches oder was auch immer. Es gibt für mich in jeder Richtung den ein oder anderen Gänsehauttitel und die ich niemals über habe zu hören. Und ganz besonders Konzerte empfinde ich als ein absolutes Erlebnis, man steht da zusammen mit hunderten oder auch tausenden, zehntausenden Menschen und wartet… wartet auf die Lieder die man auswendig kennt und nun endlich live geniessen darf. Egal wieviele andere Menschen, mit denen man sonst nie zusammen kommen würde in dem Moment drum herum stehen, wie eng der Kontakt ist obwohl man sonst jeglichen Körperkontakt mit anderen zu vermeiden versucht, in dem Moment ist allen alles egal. Man genießt einfach den gemeinsamen und doch einzigen Moment miteinander und obwohl man ihn teilen muss ist er doch für jeden so persönlich und einzigartig.

Ich habe euch ein Bild vom Virginia Jetzt! Konzert 2009 zu ihrem LEIDER letzten Album „Blühende Landschaften“ in der Röhre Stuttgart herausgesucht. Leider gibt es sowohl Virigina Jetzt! seit 2010 als auch die „Röhre“ nicht mehr. Letzteres „verdanken“ wir Stuttgart 21. Ich erinnere mich gerne und oft an diesen Abend. Es war ein so kleines und persönliches Konzert zu der achso persönlichen Lieblingsmusik, man konnte ganz locker zum Foto schießen in die erste Reihe huschen. Kein Gedränge, nur fröhliche und feiernde Leute und familiäre Atmosphäre. Und obwohl ich schon zum Fantreffen 2007 VJ! live im Cottbuser Gladhouse erleben durfte, hat die Röhre einfach einen Charme, den ich so in wenigen anderen Clubs erlebt habe. Und obwohl ich wirklich Heimat-Liebhaber bin, das Konzert in Cottbus wahnsinnig toll fand und der Abend ein mega Erlebnis für mich war, kommt er nicht an den Abend in Stuttgart in der Röhre heran und ich kann euch nicht einmal erklären warum nicht, es war einfach was Besonderes. Ganz im Sinne von „Dieses Ende wird ein Anfang sein“ – in aller Hoffnung, dass es irgendwann vielleicht ein Comeback der netten Jungs geben wird, hier nun Titel und Foto für euch.

http://www.youtube.com/watch?v=hFBZJxjmzcg

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